Ausbildungsunterhalt

 

Ausbildungsunterhalt (genauer: Unterhalt wegen Ausbildung / Fortbildung / Umschulung, § 1575 BGB)

 

1. Sinn und Zweck von Ausbildungsunterhalt :


Der Ausbildungsunterhalt soll ehebedingte Ausbildungsnachteile ausgleichen und helfen, dass der Unterhaltsberechtigte die Voraussetzungen für die Erlangung der wirtschaftlichen Selbständigkeit erwirbt.

 


 

2. Voraussetzungen für Ausbildungsunterhalt:

 

Diese Unterhaltsart umfasst Unterhalts- und Ausbildungskosten.

 

Der Anspruch besteht im Wesentlichen in 4 Grundsituationen:

 

• Bei Abbruch einer Berufsausbildung vor oder während der Ehe

 

• Keine Aufnahme der Berufsausbildung wegen der Ehe

 

• Fortbildung oder Umschulung mit dem Ziel, ehebedingte Nachteile auszugleichen

 
Der Anspruchsteller muss eine reguläre Ausbildung absolvieren, da für die Ausübung selbständiger oder freiberuflicher Tätigkeiten kein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt geltend gemacht werden kann, da es sich hierbei nicht um eine Ausbildung, sondern um die Ausübung einer Tätigkeit handelt.

 

Erforderlich ist, dass die Ausbildung ohne schuldhaftes Zögern aufgenommen wird.


Der Anspruch besteht längstens für die Zeit, in der diese Ausbildungen üblicherweise abgeschlossen werden. In Bezug auf ein Studium ist nicht die Mindeststudienzeit, sondern die übliche Studiendauer maßgebend.

 



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