Was ist Geschiedenenunterhalt?

 

Der Gesetzgeber fasst unter den Begriffen Geschiedenenunterhalt und nachehelicher Unterhalt eine Vielzahl unterschiedlicher Gründe zusammen, für die ein Anspruch grundsätzlich in Frage kommt. Doch auch wenn grundsätzlich ein Anspruch, muss dieser doch auf den konkreten Einzelfall bezogen werden.

 

Wichtig zu wissen: Besonders bei der nachehelichen Unterhaltsgewährung gelten seit der letzten Reform des Unterhaltsrechts besondere Voraussetzungen. Nicht jedem Antrag wird stattgegeben. Das Unterhaltsrecht war schon immer ein Spezialmaterie, bei der es nicht ausreicht, lediglich die Einkommensverhältnisse zu erfassen, um einen Anspruch zu begründen. Hier ist eine Vielzahl unterschiedlicher Unterhaltstatbestände zu erfassen und auch mit anderen Bereichen, die auf den ersten Blick nichts mit der auf das aktuelle Einkommen der Eheleute und dem Bedarf für die Lebenshaltungskosten bezogenen Berechnungsgrundlage zu tun haben.

 

Obwohl die Unterhaltsrechtsreform zunächst vorsah, die wirtschaftlichen Verhältnisse während der Ehezeit als weniger bedeutsam für die Unterhaltsgewähr einzustufen, hat nicht nur die Rechtsprechung bis hin zum obersten Gerichtshof diesen Ansatz der Reform weitgehend zurückgedrängt, sondern auch der Gesetzgeber hat in diesem Bereich einen Teilrückzieher gemacht.

 

Was heute als wesentlicher Neuerung der Reform steht, sind die Möglichkeiten, als Unterhaltszahler gegen lange und zu hohe Unterhaltszahlungen vorzugehen.

 

Daraus ergibt sich für die um Unterhalt streitenden Parteien eine ganz neue Herausforderung. Wer möglichst viel und lange nachehelichen Unterhalt haben will, muss diesen Anspruch entschlossen und mit der Unterstützung erfahrener Anwälte durchsetzen. Nur so kommt das Optimum heraus. Wer sich gegen eine Unterhaltszahlung wehren will, kann nur Erfolg haben, wenn er auf das gleiche Konzept setzt. Der Gesetzgeber hat also ein Hochrüsten auf beiden Seiten provoziert. Jetzt könnte man meinen, dass es hierbei eigentlich nur einen Gewinner gibt, die Anwälte, doch das stimmt so nicht. Jährlich gibt es eine Vielzahl von Schadenersatzverfahren, in denen Anwälte zu enormen Zahlungen aus falsch geführten Verfahren. In den von uns geführten Verfahren stellen wir immer wieder fest, dass besonders das komplizierte Zusammenspiel von Unterhaltsansprüchen mit anderen Ansprüchen von vielen Anwälten schlicht und einfach nicht beherrscht wird. Hinzu kommt, dass sich kaum ein Anwalt an die schwierige Rechtslage der Verwirkung heranwagt und daraus für Mandanten ein mitunter riesiger Schaden entsteht. Übrigens können Sie bei uns gegen ein geringes Entgelt Ihren Unterhaltstitel überprüfen lassen.

Wir nehmen eine Prüfung der korrekten Unterhaltshöhe vor, aktualisieren den Bedarf für Wohnen, Nahrung, Kleidung etc. Steht die genaue Unterhaltshöhe fest, können Sie selbst entscheiden, ob Sie bei Abweichungen den Titel anpassen lassen. Das gilt auch, wenn sich aufgrund der Berechnung herausstellt, dass Sie geringere Zahlungen leisten müssen oder Unterhaltsanspruch gegen Sie nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Auch wenn Sie keine Zahlungen mehr leisten müssen, reicht es nicht, die Zahlungen einzustellen, Sie müssen aktiv werden und den Titel abändern lassen.

Sicher gehen Sie, wenn Sie den Unterhaltstitel in regelmäßigen Abständen überprüfen lassen.



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