Einvernehmliche Scheidung

 

Die einvernehmliche Scheidung hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung zugenommen.

 

Im Gegensatz zur strittigen Scheidung, bei der die Ehepartner sich nicht über alle Punkte einigen können, versteht man unter einvernehmlicher Scheidung die streitarme, auf Verständigung zwischen den Eheleuten ausgelegte Scheidung. Ca. zwei Drittel aller Ehen werden einvernehmlich geschieden, das bedeutet, dass die Eheleute auch bei komplizierteren Sachverhalten eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden haben oder es beabsichtigen.

 

Miteinander reden kann Geld und Nerven sparen

 

Dass die Scheidung einvernehmlich verläuft, hängt auch davon ab, wie viel „Schärfe“ die Betroffenen in das Verfahren hineinbringen.

 

So manch einer glaubt zu Beginn der Trennungsphase nicht daran, dass auch seine Scheidung einvernehmlich gestaltet kann und ist dann umso erfreuter, wie wenig Konflikte auszutragen sind, wenn durch die Anleitung eines erfahrenen Anwalts Lösungen und Lösungsmöglichkeiten besprochen werden, die beide Seiten guten Gewissens akzeptieren können.

 

Übersicht:


 

 

 

> Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen

 

 

 

 


 

Einvernehmliche Scheidung ohne Versorgungsausgleich

 

Das einfachste Scheidungsverfahren ist die Scheidung ohne Versorgungsausgleich. Das kommt nur etwa für 5 % der Scheidungen in Frage, da der Versorgungsausgleich nur dann nicht im Scheidungsverfahren durchgeführt wird, wenn er vorher rechtswirksam ausgeschlossen wurde.


Und das kostet eine Scheidung: Gebührenanfrage für eine einfache Scheidung

 


 

Einvernehmliche Scheidung mit Versorgungsausgleich

 

Üblich ist die Scheidung mit Versorgungsausgleich, d.h. die während der Ehezeit erarbeiteten Rentenversicherungsanwartschaften werden zwischen den Eheleuten ausgeglichen. Ist der Versorgungsausgleich erfolgt, bleibt dem Familiengericht nur noch, die Ehe für geschieden zu erklären. Damit wäre das Scheidungsverfahren abgeschlossen.

 


 

Einvernehmliche Scheidung mit Scheidungsfolgesachen

 

Neben der eigentlichen Ehescheidung können auch sog. Scheidungsfolgesachen (z.B. Unterhalt, gemeinsame Kinder, Zugewinn, Hausrat, Wohnungsnutzung usw.) geregelt werden. Wer auf die Kosten achtet, sollte darüber nachdenken, die sog. Scheidungsfolgesachen außergerichtlich zu regeln.

 

Hierbei kann so ziemlich alles zwischen den Eheleuten geregelt werden. Der Zugewinn kann genauso wie der Unterhalt oder der Umgang mit den Kindern aus dem Scheidungsverfahren außergerichtlich geregelt werden und muss damit nicht mehr im späteren Scheidungsverfahren ausgeurteilt werden – Die Folge sind geringere Scheidungskosten (oft reicht ein Anwalt für die Scheidung) sowie eine kürzere Verfahrensdauer.

 

Übrigens: Bei uns ist der Anteil der Scheidungen, die kostengünstig einvernehmlich ablaufen oder im Laufe des Verfahrens den Charakter einer einvernehmlichen Scheidung annehmen, besonders hoch.

 


 

Fazit:

 

Die einvernehmliche Scheidung ist gleichermaßen für Paare geeignet, die ausschließlich geschieden werden wollen als auch für diejenigen mit einem erheblich größeren Regelungsbedarf und ist sowohl aus Kostengründen als auch aus Gründen der Verfahrensdauer jeder anderen Scheidungsart vorzuziehen.

 

Es kommt nicht darauf an, ob die Betroffenen von Anfang an wissen, welche Scheidungsart die Richtige ist. Vielmehr entscheidend ist es, ob die beteiligten Eheleute den Willen und das Vertrauen zur Einigung mitbringen und ein erfahrener Anwalt das Verfahren begleitet. Für jede Scheidung muss der individuelle Weg gefunden werden, immer im Interesse der Mandanten.

 



☰ Direktmenü

 

 


Pressekontakt :: Terminvertretungen :: Datenschutz :: AGB :: Kontakt :: Impressum :: Sitemap      © system by signetix
 
Beratung zur Scheidung index Scheidungsantrag jetzt stellen Beratung per E-Mail