Geschiedenenunterhalt


Wer als geschiedener Steuerzahler Unterhalt an seinen ehemaligen Ehepartner zahlt (sog. Geschiedenenunterhalt bzw. nachehelicher Ehegatten-Unterhalt), kann diesen als Sonderausgabe im Rahmen seiner Steuererklärung geltend machen, vorausgesetzt, der unterhaltsberechtigte Ehepartner stimmt zu und versteuert die Zahlungen (sog. begrenztes Realsplitting). Der Unterhaltsempfänger musss sogar zustimmen, sofern sich der Unterhaltszahler zum sog. Nachteilsausgleich verpflichtet (s.u.). Der Höchstbetrag, der pro Jahr geltend gemacht werden kann, liegt aktuell bei 13.805 Euro pro Jahr.


Verweigert der zukünftige Unterhaltsempfänger die Zustimmung, so kann diese eingeklagt werden.

 

Nachteilsausgleich


Das zu versteuernde Einkommen des Unterhaltsempfängers erhöht sich um die Unterhaltszahlungen. Daraus resultierende finanzielle Nachteile hat der Unterhaltszahler dem Unterhaltsempfänger zu erstatten. Dieses Verfahren wird in der Rechtsprechung Nachteilsausgleich genannt.


Mögliche Nachteile können sein:


 • Höhere Steuerlast des Unterhaltsempfängers
 • Höhere Krankenversicherungsbeiträge des Unterhaltsempfängers
 • Höhere Rentenversicherungsbeiträge des Unterhaltsempfängers


Für den Unterhaltszahler rechnet sich dies, weil der Unterhaltsempfänger als wirtschaftlich schwächerer Partner häufig nur geringe Steuern zahlt. Wenn dieser Betrag niedriger ausfällt als die eigene Steuerersparnis, hat der Unterhaltszahler mehr in der Tasche.


Alternative zur Sonderausgabe: Unterhaltszahlungen an den Ehepartner können unter bestimmten Voraussetzungen als außergewöhnliche Belastungen angegeben werden (§ 33a I EStG), maximal bis zu einem Betrag von derzeit 8004 EUR/Jahr. Das ist weniger im Vergleich zur Sonderausgabe, Ihr Vorteil als Unterhaltszahler aber ist, dass Sie auf keine Zustimmung des Unterhaltsempfängers angewiesen sind.

 



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