Gewaltschutz - Wenn schnell gehandelt werden muss

 

Gewaltschutz für gefährdete Personen

 

Wenn Erwachsene von häuslicher oder anderer Gewalt bedroht sind, muss gehandelt werden. Hier kommt das wohl wichtigste Gesetz zum Schutz betroffener Personengruppen zum Einsatz, das Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen (GewSchG).

 



Was ist Gewalt im Sinne des Gewaltschutzgesetzes?

 

Häusliche und andere Gewalt

 

• Verprügeln

• Demütigen

• Einsperren

• Beschimpfen

 

Ständige Belästigungen

 

• Telefonterror

• SMS-Terror

• Klingeln an der Haustür
• Opfer von Nachstellungen

• Auflauern

• Stalking (Verfolgen durch eine oder mehrere Person)


Ständige Drohungen

 

• Morddrohungen

• Andere schwerwiegende Drohungen

 



Was tun in Gefahrensituationen?

 

• Umgehend einen Rechtsanwalt konsultieren


• Kontaktverbote beantragen


• Näherungsverbote beantragen („nicht weiter als 150 m nähern...“)

 

• Das Betretensverbot der gemeinsamen Wohnung für den Täter erwirken

 

• Die vorläufige Zuweisung der gemeinsam genutzten Wohnung an das Opfer durchsetzen

 



Wie lange gelten die gerichtlichen Anordnungen?


In der Regel gelten hier gerichtliche Anordnungen 6 Monate (Befristung) lang.

 

Grund für die Befristung gerichtlichen Anordnungen ist die Überlegung des Gesetzgebers, dass Konflikte in Beziehungskrisen i.d.R. nach 6 Monaten beendet sind, da diese Zeit üblicherweise ausreicht, um weitere Schutzmaßnahmen oder eine Entschärfung des Konfliktes zu erreichen.

 

Eine Verlängerung der Maßnahmen ist möglich.

 


 

Wie bekommen Betroffene schnell umfassenden Schutz vor Gewalt?


Eine direkte Anzeige bei der Polizei hilft Betroffenen oft nicht ausreichend, da zwar der unmittelbare Konflikt entschärft wird, jedoch für den Schutz des Lebens und der Gesundheit der Betroffenen nur ein dauerhafter Schutz wirklich hilft.

Um diesen Schutz schnell und vor allem rechtswirksam zu erhalten, bedarf es eines gut begründeten Antrages bei Gericht.


Daher sollte dieser Antrag von einem erfahrenen Anwalt gestellt werden, um die Palette der zu beantragenden Schutzmaßnahmen voll auszuschöpfen und noch einmal auf die Dringlichkeit des Schutzes Betroffener hinzuwirken.

 



Schutz vor Gewalt, auch wenn das Geld knapp ist


Prozesskostenhilfe (Verfahrensbeihilfe)


Dem Gesetzgeber liegt der Schutz betroffener Erwachsener am Herzen, unabhängig von der Frage, wer die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen bezahlt.

 

Ein Geschädigter, der über knappe finanzielle Mittel verfügt, hat die Möglichkeit, über seinen Anwalt einen begründeten Antrag auf Prozesskostenhilfe (Verfahrensbeihilfe) zu stellen.

 

Erfahrungsgemäß hat derjenige, der weniger als 1.000 EUR zum Leben im Monat hat, gute Chancen auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe.

 



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