Unterhalt wegen Krankheit

 

Unterhalt wegen Krankheit (§ 1572 BGB):


1. Sinn und Zweck von Unterhalt wegen Krankheit


Die gegenseitige Verpflichtung zum Unterhalt im Krankheitsfall setzt sich auch nach einer Scheidung fort.

 

2. Voraussetzungen für den Anspruch auf Krankheitsunterhalt

 

Bei schwerwiegenden oder Krankheiten von langer Dauer, bei der die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (vorübergehend oder gänzlich) nicht erwartet werden kann, können die Voraussetzungen für Krankheitsunterhalt gegeben sein.

 

Hierzu zählen u.a.:

 

• Schwere Erkrankungen ( z.B. Krebs)

• Suchtkrankheiten
• Psychische Leiden  

 

Es kommt nicht darauf an, ob der Erkrankte eine Krankheit verschuldet hat. Bei Suchtkrankheiten ist aber zu beachten, dass derjenige sein Unterhaltsanspruch verwirken kann, der sich einer Therapie verschließt.

 

Wer im Rahmen von Geschiedenenunterhalt Unterhalt wegen Krankheit geltend machen will, sollte beachten, dass zum Zeitpunkt der Scheidung die Krankheit bestanden haben muss,

 

Ein Anspruch kann ebenfalls entstehen, wenn sich eine Erkrankung zum Ende anderer Unterhaltsarten (z.B. Kinderbetreuungunterhalt, Ausbildungsunterhalt) nahtlos anschließt.

 
Wenn ein Zusammenhang zwischen der Ehe und der Krankheit nachweisbar ist, so können ebenfalls Gründe für Krankheitsunterhalt vorliegen.

 



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