Psychologische Hilfe bei Trennung und Scheidung


Eine Trennungs- und Scheidungssituation wird von den meisten Betroffenen als Lebenskrise empfunden. Die damit verbundenen seelischen Probleme sind unterschiedlich stark, doch besteht oftmals ein Bedarf an psychologischer Bewältigung, den viele sich nicht eingestehen wollen. Aus diesem Grunde werden psychologische Hilfsangebote weitaus seltener in Anspruch genommen als die Dienste eines Rechtsanwaltes.

 

Wer psychologische Hilfe sucht, hat die Wahl zwischen einer psychosozialen Beratung und einer Psychotherapie. Beide Hilfsangebote verfolgen unterschiedliche Ziele und kommen damit unterschiedlichen Bedürfnissen entgegen.

 


 

Die psychosoziale Beratung

 

Bei der psychosozialen Beratung handelt es sich - der Name sagt es bereits - um eine reine Beratung zu psychologischen, aber auch zu sozialen und wirtschaftlichen Fragen rund um Trennung und Scheidung.

 

Dazu gehören Themen wie die Phasen des Trauerprozesses und die emotionalen Reaktionen auf die Trennung sowie die psychischen Auswirkungen der Scheidung auf die Kinder. Es geht darum, die mit der Trennung verbundenen Gefühle zu klären und einzuordnen. Darüber hinaus sollen Perspektiven für die Zukunft sowie einzelne Handlungsschritte erarbeitet werden.

 

Eine psychosoziale Beratung kann damit Klarheit über die eigene Gefühlslage schaffen und eine Neuorientierung bieten.

  


 

Psychotherapie

 

So hilfreich eine psychosoziale Beratung auch sein mag, sie ist dennoch keine Therapie. Zu einer besseren Bewältigung des Scheidungsgeschehens nehmen viele Betroffene daher lieber einen Psychotherapeuten in Anspruch. Dies ist anzuraten, wenn der durch die Trennung verursachte Leidensdruck so groß geworden ist, dass sich Betroffene allein nicht mehr zu helfen wissen, ihre Alltagspflichten nicht mehr meistern können, körperliche Beschwerden haben, ohne dass eine körperliche Ursache feststellbar ist oder unter Depressionen, Ängsten oder gar Selbstmordgedanken leiden.

 

Bei der Psychotherapie werden mit der Trennung verbundene seelische Probleme auf der Grundlage anerkannter psychotherapeutischer Verfahren behandelt. Dazu gehören die Psychoanalyse, die Verhaltenstherapie sowie tiefenpsychologisch fundierte Verfahren.

 

Bei der Auswahl eines Psychotherapeuten sollten Sie darauf achten, dass es sich um einen psychologischen Psychotherapeuten, also einen Diplompsychologen mit gesetzlich anerkannter, mindestens dreijähriger Therapieausbildung handelt. Diese Psychotherapeuten verfügen über eine Approbation, sind im Arztregister aufgeführt und rechnen über die gesetzlichen Krankenkassen ab. Wichtig ist weiterhin, dass Sie Vertrauen zu Ihrem Psychotherapeuten entwickeln können und sich in guten Händen fühlen.

 

Die Kosten für eine Psychotherapie werden von der Krankenkasse zu 100 % übernommen, wenn eine "Störung mit Krankheitswert" vorliegt, dazu gehören beispielsweise Ängste und Depressionen. Lässt sich keine behandlungswürdige Störung gemäß den Psychotherapie-Richtlinien nachweisen, muss der Patient die Kosten selbst tragen.

 



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