Fakten und Statistiken

 

Die gute Nachricht vorweg: Wer sich scheiden lässt, ist nicht allein. Eine Million andere Menschen in Europa tut dies ebenfalls - Jahr für Jahr. In Deutschland wird jede dritte Ehe geschieden. 

 

Frauen wollen Klarheit: Oft sind es die Frauen, die das offizielle Ende der Ehe einläuten. In 60 % aller Scheidungsfälle stellen die Frauen den Scheidungsantrag.

 

Kinder: Bei der Hälfte aller Scheidungen sind minderjährige Kinder betroffen.

 

Die Institution Ehe ist nicht in Gefahr: Die Scheidungszahlen sagen in erster Linie etwas darüber aus, wie viele der tatsächlich gescheiterten Ehen auch wirklich geschieden werden.

 

Erneute Heirat: Scheidung bedeutet keine Abkehr von der Ehe. 60 % der Frauen und 55 % der Männer heiraten innerhalb von fünf Jahren nach der Scheidung erneut.

 

Immer längere Ehen: Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung dauern Ehen heute wesentlich länger als früher. Die wachsende berufliche Eigenständigkeit und auch die damit einhergehende wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frauen sowie das fehlende gesellschaftliche Stigma, geschieden zu sein, sind mitverantwortlich für die hohen Scheidungszahlen.

 

Scheidungshäufigkeit: Die höchsten Scheidungsquoten finden sich nach vier bis sieben Ehejahren; nach dem 9. Ehejahr ist eine Ehe am wenigsten scheidungsanfällig.

 

Vergleich Stadt - Land: Kinderlose und in Städten lebende Eheleute sowie berufstätige Frauen werden wesentlich häufiger geschieden als kinderreiche und auf dem Land lebende Ehepartner sowie Hausfrauen.

 

Wohlstand als Ehegarant: Scheidungen werden mit steigendem Status der Ehepartner seltener - die Alltagsbelastungen sind geringer bzw. werden besser gemeistert.

 

Ausschlaggebend ist in gut einem Drittel der Scheidungsfälle, dass ein neuer Partner ins Leben getreten ist. Am zweithäufigsten ist ein Auseinanderleben in Bezug auf unterschiedliche Lebenseinstellungen als Grund für das Zerbrechen von Beziehungen.

 

Personen mit hohem Ausbildungsstand sind seltener verheiratet als solche mit geringerer Bildung. Wir sind nicht ganz sicher, ob die rückläufige Zahl der Eheschließungen auf diesen Punkt zurückzuführen ist.

 


 

Statistik der Eheschließungen seit 1990

 

 Auswertungsjahr Deutschland  Früheres Bundesgebiet 1) Neue Länder 
 1990  516388 423143  93245 
 1991  454291 409160  45131 
 1992  453428 410644  42784 
 1993  442605 298629  43976 
 1994  440244 393325  46919 
 1995  430534 381724  48810 
 1996  427297 378469  48828 
 1997  422776 374577  48199 
 1998  417420 367527  49893 
 1999  430674 375318  55356 
 2000  418550 364804  53746 
 2001  389591 338623  50968 
 2002  391963 341353  50610 
 2003  382911 332601  50310 
 2004  395991 337850  58142 
 2005  388451 329232  49219 
 2006  373681    
 2007  368922    
 2008  377055    

 


 

Ehescheidungen seit 1990

 

 Jahr Scheidungen darunter Ehescheidungen mit minderjährigen Kindern betroffene minderjährige Kinder 
 1990  154786 80713 118340
 1991  136317 67142 99268
 1992  135010 68089 101377
 1993  156425 81853 123541
 1994  166052 89244 135318
 1995  169425 92664 142292
 1996  175550 96577 148782
 1997  187802 105000 163112
 1998  192416 100806 156735
 1999  190590 91777 143728
 2000  194408 94850 148192
 2001  197498 98027 153517
 2002  204214 101830 160095
 2003  213975 107888 170256
 2004  213691 107106 168859
 2005  201693 99250 156389
2006  190928 94120 148624
2007  187072 91700 144981
2008  191948 94521 150187

 

1) Einschließlich Berlin-Ost.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt - Wirtschaft und Statistik 2/2007 und Pressemitteilung Nr. 251 vom 8. Juli 2009

 



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