Streit um Hausrat

 

Wenn sich Ehepartner beim Hausrat nicht einigen können

 

Häufig beginnt bereits nach der Trennung oder dem Auszug eines Ehepartners der Streit um den Hausrat. Hierbei wird sowohl um Gegenstände von erheblichem Wert, aber auch um Gegenstände, die nur für einen Ehepartner einen ideellen Wert besitzen, gestritten.

 

Nicht selten beansprucht ein Ehepartner den gesamten Hausrat für sich allein.

 

Betroffene sind gut beraten, die eigenen Rechte zu kennen, denn nicht jeder Wunsch auf Herausgabe bestimmter Gegenstände ist durchsetzbar.

 

Im Gegensatz muss man sich mangelnde Kooperation des Ehepartners auch nicht gefallen lassen und kann sein Recht gerichtlich durchsetzen.

 


 

Herausgabe von Gegenständen

 

Es muss unterschieden werden, ob die Herausgabe von Gegenständen aufgrund außergerichtlicher Bemühungen eines Rechtsanwaltes erfolgt oder ob ein Gericht die Herausgabe anordnen soll.

 

Gerichtliche Entscheidung zur Herausgabe von Hausratsgegenständen

 

Üblich und sinnvoll ist beim Streit um Hausrat, beim Familiengericht, das die Scheidung durchführt, einen Antrag auf Zuweisung des Hausratsgegenstandes zu stellen.

 

Das Gericht orientiert sich bei seiner Entscheidung daran, wer stärker auf den streitigen Gegenstand angewiesen ist (sog. Billigkeit). Hierbei werden auch die Interessen der im Haushalt lebenden Kinder berücksichtigt.

 

Eilverfahren

 

Wer nicht warten kann, kann seinen Anspruch entweder in einem Gerichtsverfahren durchsetzen oder er nutzt die Möglichkeit, einen sog. vorläufigen Rechtsschutz, auch bekannt als einstweilige Anordnung, zu beantragen.

 

Um vorläufigen Rechtsschutz zu erhalten, sind jedoch einige Voraussetzungen zu erfüllen.

 

Beispiel:

 

Die Herausgabe eines Kunstgegenstandes, der vom Ehepartner unsachgemäß im feuchten Keller gelagert wird, kann auf dem Wege des vorläufigen Rechtsschutzes verlangt werden, wenn die Bedingungen für die Beantragung einer einstweiligen Anordnung gegeben ist und der Kunstgegenstand beim Beschreiten des üblichen Klageweges bereits zerstört worden wäre.

 


 

Persönliche Gegenstände sind kein Hausrat

 

Niemand hat das Recht, einem anderen persönliche Gegenstände vorzuenthalten. Diese unterliegen nicht dem Hausrat. Nutzen Sie das Recht auf Herausgabe Ihrer persönlichen Gegenstände.

 

Unser Tipp zur Kostensenkung: Versuchen Sie, sich mit Ihrem Ehepartner wenn schon nicht über alles, so jedoch über einzelne Hausratsgegenstände zu einigen, da jeder Gegenstand, über den Sie sich vor Gericht streiten, den Streitwert der Scheidung und damit die Gebühren in die Höhe treibt. Unsere Experten helfen Ihnen gerne und zeigen Ihnen Lösungen und Lösungsmöglichkeiten auf.

 



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