Strittige Scheidung

 

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Rosenkrieg. Gemeint ist die strittige Scheidung, bei dem oftmals im wahrsten Sinne des Wortes die Fetzen fliegen. Bei nicht wenigen Scheidungsverfahren geht es richtig heiß her. Immer wenn die Eheleute einen Bereich haben, über den keine Einigung möglich ist, ist dieses Szenario nicht nur denkbar, sondern wahrscheinlich. Gestritten wird um die Kinder, um den Unterhalt, um den Zugewinn und gelegentlich auch darum, wer an der Scheidung Hauptschuld trägt, obwohl das im juristischen Sinne nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Einen besonderen Schwerpunkt stellen die vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen dar, bei denen das Gericht ein Urteil über die Verteilung vorzunehmen hat. Je besser der Anwalt ist, desto besser ist meist das Ergebnis für seinen Mandanten. Die vermögensrechtliche Auseinandersetzungen stellen auch für den Anwalt eine große Herausforderung dar. Die Rechtsprechung ist immer in Bewegung und derart umfangreich, dass nur spezialisierte Anwälte dieser Aufgabe gewachsen sind. Diese Streitigkeiten setzen nicht nur umfangreiche Kenntnisse des Rechtsgebietes voraus, sondern auch analytisches und strategisches Denken, um dem Verfahren nicht nur beizuwohnen, sondern es zu gestalten und im Griff zu haben. Dem anwesenden Richter ist es meist egal, wie das Ergebnis ausfällt. Das Urteil wird eher zugunsten desjenigen ausgehen, der die stärkere Rechtsposition hat. Und gerade deshalb ist die Arbeit des Anwaltes in diesen Verfahren so bedeutsam.

Immer vorbereitet sein

Ein erfahrener Anwalt weiß, dass ein Verfahren jederzeit eine andere Wendung nehmen kann und ist auch auf diesen Fall vorbereitet. Für Mandanten kann diese Erfahrung eine große Stütze sein und verhindern, dass durch voreiliges Verhalten oder Unkenntnis Schaden entsteht. Wer in eine Auseinandersetzung mit einem unerfahren Anwalt an der Seite geht, muss sich hinterher nicht wundern, wenn er oder sie im Rennen um die Vermögenswerte nur zweiter wird. Führen Sie diese Art von Verfahren nicht, wenn Ihr Anwalt kein Spezialist ist, auch und besonders dann nicht, wenn alle Anträge von der Gegenseite kommen und sie „nur reagieren“ wollen. Ein unerfahrener Anwalt wird dieses Verfahren nicht zu Ihren Gunsten wenden können. Den Rechtsverlust, der durch Unkenntnis, Untätigkeit oder Unlust eines ungeeigneten Anwalts entstehen kann, baden Sie selbst am Ende aus.

Die richtige Strategie entscheidet über den Ausgang des Verfahrens

Wichtig für die Verfahrensgestaltung ist, welche Forderungen durchsetzbar sind und welche Forderungen in das Reich der Utopie gehören. Ist das geklärt, kann die Durchsetzung der tatsächlich einbringbaren Forderungen geplant werden. Um das zu erreichen, sollte der Anwalt auf ein umfangreiches Arsenal von Möglichkeiten zurück greifen können. So kann es im Einzelfall sinnvoll sein, die eigenen Forderungen zu überhöhen, um die Verhandlungsmasse zu erhöhen und am Ende ein gutes Ergebnis zu bekommen. Unglaubhaft und gelegentlich ärgerlich sind Forderungen, die von vornherein keine Chance haben. Doch auch dies kann im Einzelfall eine erfolgreiche Strategie sein, die die Zermürbung der Gegenseite angelegt ist und die im Sinne eines zügigen Verfahrens Zugeständnisse der Gegenseite bringen kann.

Es ist wenig sinnvoll, an dieser Stelle prozessuale Strategien zu erörtern. Das gehört nicht auf eine Internetseite, damit andere Anwälte es nachahmen können, sondern in die persönliche und individuelle Vorbereitung eines Prozesses, damit es dort angewendet werden kann.

Was Sie in einem strittigen Verfahren im Gerichtssaal erwartet

An dieser Stelle wollen wir aber kurz auf die Situation eingehen, die Sie vor Gericht wiederfinden werden. Zunächst sei gesagt, dass jede Seite einen Anwalt braucht, damit beide Seiten Anträge stellen können. Auch dem Antrag der Gegenseite zu widersprechen, ist ein gerichtlicher Antrag. Da der Ausgang des Verfahrens weitreichende Konsequenzen hat, besteht in diesen Verfahren Anwaltszwang. Also wenn schon ein Anwalt, dann einem möglichst Guten. Wenn Sie unsicher sind, wer Ihre Interessen gut vertreten kann, rufen Sie uns einfach an. Wenn wir einmal nicht selbst helfen können, können wir Ihnen einen erfahrenen Kollegen oder eine erfahrene Kollegin empfehlen.

Fast immer eskaliert der gerichtliche Streit. Nur in Ausnahmefällen sind die Parteien in der Lage, ruhig und gefasst die im Vorfeld besprochene Strategie zu verfolgen. Hier liegt eine der größten Gefahrenquellen streitiger Verfahren. Es gibt Mandanten, die sich nicht an die im Vorfeld besprochene Strategie halten. Nicht selten werden auf diese Art bereits erzielte Teilerfolge wieder zunichte gemacht. Ein erfahrener Anwalt muss und kann aber auch mit dieser Situation umgehen. Es gibt immer Mittel und Wege, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Wir haben Verständnis dafür, dass bei derart wichtigen Verfahren die Emotionen mit den Betroffenen durchgehen können, weisen aber darauf hin, dass sich durch unkontrolliertes Verhalten die Verhandlungssituation erschweren kann und sich damit auch das Ergebnis verschlechtern kann.

Fast immer kann man die Gegenseite bereits mit der Wahl des richtigen Anwalts beeindrucken und sich schon allein daraus einen Vorteil verschaffen. Die Situation ist meist eindeutig, wenn ein unbedeutender, überwiegend auf sachfremdem Gebiet tätiger Anwalt auf der einen Seite und ein Spezialist auf der anderen Seite steht. Einige Betroffene haben in dieser Situation schon bitter bereut, sich nicht durch einen besseren Anwalt vertreten zu lassen.



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