Trennung der Eheleute

 

Bedeutung des Trennungstages

 

Der Trennungszeitpunkt ist der Beginn des Trennungsjahres, das einer Scheidung voraus gehen muss (Scheidungsvoraussetzung).

 

Wichtig: Ab dem Trennungstag kann Trennungsunterhalt geltend gemacht werden. Über die Höhe des Trennungsunterhaltes sollten Sie sich mit einem Anwalt beraten, denn:

 

1. Trennungsunterhalt, der nicht rechtswirksam geltend gemacht wird, verfällt unwiederbringlich und

 

2. Nicht jeder Trennungsunterhalt, der geltend gemacht, ist auch durchsetzbar.

   


 

Mit der Trennung einhergehende Änderungen:

 

• Umstellung des Familienunterhaltes in Trennungsunterhalt

 

• Der Trennungszeitpunkt ist maßgeblich für die steuerliche Veranlagung (Änderung der Steuerklassen).

 

• Die Kostensteigerung, die ab diesem Zeitpunkt mit der Führung von zwei Haushalten verbunden ist, kann steuerlich geltend gemacht werden, wenn die Trennung dem Finanzamt fristgemäß mitgeteilt wurde.

 

• Auskunftspflicht der Eheleute über das gesamte Vermögen zum Zeitpunkt der Trennung. Die Auskünfte müssen glaubhaft dargelegt werden (Belege, Kontoauszüge, Vermögensaufstellungen u.ä.).

  


 

Änderungen zum 1. Januar des Jahres, das auf die Trennung folgt:

 

Ende der steuerlichen Behandlung nach § 26 EStG, d.h. steuerlich erfolgt ab dem 1. Januar des Folgejahres, das dem Trennungszeitpunkt folgt, keine gemeinsame Veranlagung mehr.

 

Für Angestellte bedeutet das, dass ein Wechsel der Lohnsteuerklassen vorgenommen wird.

 

Ab dem 1. Januar des Folgejahres, das auf das Trennungsjahr folgt, besteht die Möglichkeit des begrenzten Realsplittings. Fragen Sie Ihren Steuerberater. Er wird Ihnen hierzu alle notwendige Schritte aufzeigen, damit gemäß Ihrer Einkommenssituation die optimale Steuerregelung gefunden werden kann.

 


 

Weitere mögliche Änderungen nach 1,5 Jahren nach dem Trennungszeitpunkt (18-Monatsfrist):

 

Wurde ein Trennungsunterhalt für einen Ehepartner festgelegt, so besteht spätestens ab dem 18. Monat nach einer Trennung für den Unterhaltsberechtigten die Verpflichtung zur Annahme einer Erwerbstätigkeit.

 

Lehnt der Unterhaltsbezieher nachweisbar eine zumutbare Tätigkeit ab, so hat der Unterhaltszahler die Möglichkeit, gerichtlich den Unterhalt kürzen zu lassen oder auf diesem Wege einen Wegfall des Unterhaltes zu erwirken.

 



☰ Direktmenü

 

 


Pressekontakt :: Terminvertretungen :: Datenschutz :: AGB :: Kontakt :: Impressum :: Sitemap      © system by signetix
 
Beratung zur Scheidung index Scheidungsantrag jetzt stellen Beratung per E-Mail