Trennungsbedingter Mehrbedarf


Was ist trennungsbedingter Mehrbedarf?

 

Als trennungsbedingter Mehrbedarf werden die durch die doppelte Haushaltsführung entstehenden erhöhten Lebenskosten bezeichnet (§ 1581 BGB). 

 

Bei der Berechnung des trennungsbedingten Mehrbedarfs sind die während der Ehe bestehenden Kosten und die nach der Trennung enstandenen berechtigten Kosten gegenüberzustellen.

 

Durch die Trennung der Eheleute entstehen z.B. einmalige Kosten wie:


• Maklergebühren,

• Umzugskosten,

• Einrichtungskosten.

 

Kosten für die Anschaffung bzw. Vervollständigung der Hausratsgegenstände sind kein trennungsbedingter Mehrbedarf.

 

Trennungsbedingter Mehrbedarf ist konkret nachzuweisen, eine pauschalierte Geltendmachung wird von der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH 01.06.1983 - IVb 389/81) nicht akzeptiert.

 

Wer kann trennungsbedingten Mehrbedarf geltend machen?

 

Der trennungsbedingte Mehrbedarf kann sowohl bei dem Unterhaltsberechtigten als auch bei dem Unterhaltspflichtigen entstehen. Bei dem Unterhaltsberechtigten ist er ein Bestandteil des Unterhaltsbedarfs, bei dem Unterhaltspflichtigen ein Posten, der gegebenenfalls zu einer Reduzierung des zu zahlenden Unterhaltes führen kann.


In der Praxis kann insbesondere bei niedrigeren Einkommen oft ein trennungsbedingter Mehrbedarf geltend gemacht werden. Dies ist nicht auf die Trennungszeit beschränkt, jedoch sind nach dem Ablauf eines gewissen Zeitraums nach der Trennung erhöhte Anforderungen an den Nachweis der weiterhin erhöhten Kosten zu stellen.

 

Unter Umständen können diese als Sonderbedarf geltend gemacht werden.

 

Wenn Sie zu diesem Thema Fragen haben oder trennungsbedingten Mehrbedarf beantragen wollen, rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns eine kurze E-Mail .... hier.

   



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