Unterhalt: Was muss ich tun?


Unterhalt: Trennungsunterhalt

 

Bitte beachten Sie: Es gibt keinen Unterhalt für die Vergangenheit. D.h. Sie müssen den Unterhaltszahler in Verzug setzen (Zahlungsaufforderung per Einschreiben gegen Rückschein). Erst ab diesem Zeitpunkt haben Sie Ihren Unterhalt für eine spätere Klage gesichert.

 

Unterhalt: Geschiedenenunterhalt

 

Für Unterhaltsempfänger gilt zunächst: abwarten und Tee trinken, bis das Anwaltsschreiben der Gegenseite ins Haus kommt.

 

Für Unterhaltszahler wird das neue Recht u.a. hier wichtig:

Unterhalt: Aufstockungsunterhalt

 

Bisheriger Unterhalt: Haben Sie auf Grundlage eines Unterhaltstitels in der Vergangenheit Unterhalt gezahlt an Ihren Ex-Ehepartner, ist dieses Geld weg, da kommen Sie nicht mehr ran.

 

Deshalb für künftigen Unterhalt: Alle, die aufgrund eines Titels Unterhalt zahlen, sollten jetzt Ihre Unterhaltsverpflichtung überprüfen lassen, um zu vermeiden künftig (weiterhin) zuviel zu zahlen.

 

Insbesondere diejenigen, deren Ehe weniger als 5 Jahre hielt, und die bislang Aufstockungsunterhalt an Ihren Ex-Partner zahlen, könnten eine Chance haben, künftig weniger bzw. weniger lang Unterhalt zu zahlen.

 

Eine zeitliche Befristung oder eine betragsmäßige Kürzung des Geschiedenenunterhalts ist insbesondere dann möglich, wenn den Unterhaltsempfänger eine sog. Erwerbsobliegenheit trifft, d.h. diese(r) arbeiten gehen muss (nach neuem Recht). Die Antwort der Gerichte auf diese letzte Frage lässt sich nicht zuverlässig prognostizieren - ein Rechtsanwalt kann Sie beraten und zumindest folgende Abwägung klarmachen: Abzuwägen sind das Einsparpotential an künftigen, geringerem Unterhalt einerseits und das Kostenrisiko einer sog. Abänderungsklage andererseits: Der Streitwert bemisst sich an der 12-fachen Unterhaltsdifferenz (Vergleich bislang - zukünftig), also bei 500 EUR mtl. und künfitg 0 EUR mtl. Geschiedenenunterhalt beträgt der Streitwert 6.000 EUR.

 

Unterhalt: Mangelfall

 

Bsp.: Sie haben aus erster Ehe eine Ex-Frau sowie 3 Kinder, leben in einer neuen Ehe und haben mit Ihrer neuen Ehefrau ein Kind.

 

 

Nach neuem Recht haben zuerst Ihre insgesamt vier Kinder Anspruch auf Unterhaltszahlung, im Rang vor (!) Ihrer Ex-Frau. Vermutlich bleibt für Ihre Ex-Frau gar nichts übrig.
Bislang mussten Sie zuerst an Ihre Ex-Frau und gleichrangig daneben Ihre Kinder zahlen.

 

Unterhalt: Kindesunterhalt

 

In den meisten Fällen hat sich die Höhe des Unterhaltes pro Kind erhöht, insbesondere für ostdeutsche Kinder und für Kinder, deren Unterhaltszahler bislang zu den höheren Einkommensgruppen gehörten.

 

Existiert über den Kindesunterhalt ein sog. dynamischer Titel (Kindesunterhalt in % ausgedrückt), passt sich dieser betragsmäßig automatisch an die neuen Regelungen an. Eine Abänderungsklage ist nicht erforderlich.

 

Sollte der Unterhaltszahler nicht zahlen, können Sie die Zwangsvollstreckung androhen. Erfahrungsgemäß reicht dies aus, um den Unterhaltszahler zur Zahlung zu bewegen.

 



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