Verzögerungstaktiken


Verzögerungstaktiken - Womit Sie rechnen müssen

 

Abwesenheit bei Gerichtsterminen - Wer Termine bei Gerichten ohne triftigen Grund nicht einhält, riskiert Bußgelder oder Zwangszuführung, unter Umständen auch in Handschellen.

 

Fristverlängerungen - Immer wieder werden Fristverlängerungen beantragt, d.h. der Zeitpunkt, bis zu dem eine Stellungnahme oder Auskunft des Anwalts abgegeben werden muss, wird vom Gericht verlängert (mögliche Gründe: Urlaubsabwesenheit des Anwalts, Terminkollision, Abwesenheit des Mandanten etc.).

 

Verspätete und/oder unvollständige Angaben - Bei Scheidungen muss oft eine Vielzahl von unterschiedlichen Dokumenten vorgelegt werden, etwa zu Einkünften oder zum Versorgungsausgleich. Fristverlängerungen sind hier häufig und werden bis zu einem gewissen Maß auch gewährt. Aber auch hier haben Familienrichter irgendwann die Nase voll und setzen Stafen für fehlende Unterlagen mit dem Gericht fest, da sie von fehlender Kooperation mit dem Gericht ausgehen.

 

Einlegung von Rechtsmitteln - Gelegentlich kommt es vor, dass Widerspruch gegen Entscheidungen des Gerichtes eingelegt wird, obwohl bereits feststeht, dass die Aussicht auf Erfolg gering oder überhaupt nicht gegeben ist.

 

Kleinkrieg bei der Hausratsaufteilung - Der Streit um Hausrat kann sich zwar hinziehen, dauert aber auch nicht ewig. Können sich die Ehepartner nicht einigen, trifft das Gericht die Entscheidung, wer welche Hausratsgegenstände zugesprochen bekommt.

 

Abstreiten des Getrenntlebens - Die Ehe kann in der Regel nicht beendet werden, wenn ein Ehepartner das Getrenntleben abstreitet. Ein Beweis über die vollzogene Trennung kann z.B. durch Trennungsvereinbarung, Zeugen o.ä.. beigebracht werden.


§ 1568 BGB - Um eine Scheidung zu verhindern, besteht die Möglichkeit, sich auf den § 1568 BGB zu berufen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass es für die minderjährigen Kinder aus dem Blickwinkel des Kindeswohls von entscheidender Bedeutung ist, die Ehe fortzuführen, unter Umständen bis zur Volljährigkeit der Kinder.

 

Ein weiterer zu prüfender Punkt für die Fortführung einer Ehe könnte gegeben sein, wenn die Scheidung eine besondere Härte für den anderen Ehepartner darstellt (die sogenannte Härtefallklausel).

 

Beide Fälle sind jedoch seltene Ausnahmen in der Rechtsprechung. Die besondere Härte muss bewiesen werden; zusätzlich werden die Belange desjenigen berücksichtigt, der die Ehe beenden wollte und durch diese Entscheidung jetzt zur Fortführung der Ehe gezwungen wird.



☰ Direktmenü

 

 


Pressekontakt :: Terminvertretungen :: Datenschutz :: AGB :: Kontakt :: Impressum :: Sitemap      © system by signetix
 
Beratung zur Scheidung index Scheidungsantrag jetzt stellen Beratung per E-Mail