Wann gibt es keinen Zugewinnausgleich?

 

Es gibt 5 häufige Gründe, warum der Zugewinnausgleich nicht durchgeführt wird:

 

  • Kein Zugewinnausgleich, wenn keine Gewinne erwirtschaftet wurden

 

  • Kein Zugewinnausgleich bei Verzicht

 

  • Kein Zugewinnausgleich bei außergerichtlicher Regelung

 

  • Kein Zugewinnausgleich bei Änderung des Güterstandes

 

  • Kein Zugewinnausgleich bei grober Unbilligkeit

 


 

Kein Zugewinnausgleich, wenn keine Gewinne erwirtschaftet wurden

 

Durch den Vergleich des Anfangsvermögens mit dem Endvermögen lässt sich ermitteln, wie viel Gewinn erwirtschaftet wurde. Übersteigt das Anfangsvermögen das Endvermögen, erübrigt sich der Zugewinnausgleich, da nicht Gewinne, sondern Verluste entstanden sind. Der Zugewinnausgleich berücksichtigt zwar neben Vermögenswerten auch Schulden, jedoch ist das Verfahren nur dann sinnvoll, wenn der Verrechnung dieser beiden Werte ein positives Ergebnis liefert (positiver Saldo).

 


 

Kein Zugewinnausgleich bei Verzicht

 

Der Zugewinnausgleich ist ein freiwilliges Verfahren, auf das die Eheleute auch verzichten können. Dieser Verzicht sollte wirksam erklärt werden, da anderenfalls noch nach einer Scheidung innerhalb einer Frist von 3 Jahren ab Ende des Jahres, indem die Scheidung rechtskräftig wird, damit gerechnet werden kann, dass dieser geltend gemacht wird.

 


 

Kein Zugewinnausgleich bei außergerichtlicher Regelung

 

Genauso wie ein Verzicht auf Durchführung des Zugewinnausgleichs wirksam erklärt werden kann, kann auch außergerichtlichem Weg der Zugewinn geregelt werden. Dieses Verfahren ist in der Praxis sehr beliebt, bietet es doch auf einfache und schnelle Weise Rechtsicherheit zu geringen Kosten.

 


 

Kein Zugewinnausgleich bei Änderung des Güterstandes

 

Eheleute sind nicht verpflichtet, die Ehe als Zugewinngemeinschaft zu führen und können sowohl Gütertrennung als auch verschiedene Mischformen wählen. Einen wichtigen Platz nimmt die modifizierte Zugewinngemeinschaft ein, die sowohl Grundzüge der Zugewinngemeinschaft als auch der Gütertrennung in sich trägt. Jede Änderung des Güterstandes muss vertraglich vereinbart werden und unterliegt klaren gesetzlichen Regelungen.

 


 

Kein Zugewinnausgleich bei grober Unbilligkeit

 

Grobe Unbilligkeit führt dazu, dass der Anspruch auf Zugewinnausgleich verwirkt wird und dadurch dieses Verfahren nicht stattfindet.
 



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