Zustellung des Scheidungsantrages

 

Die Zustellung des Scheidungsantrages an den anderen Ehepartner ist eine wichtige zeitliche Zäsur.

 

• Ende der rentenrechtlichen Versorgungsgemeinschaft: Der Stichtag für das Ende der Vorsorgungsgemeinschaft ist der letzte Tag des der Zustellung des Scheidungsantrages vorausgehenden Kalendermonats.

 

Ende der Zugewinngemeinschaft: Mit der Zustellung des Scheidungsantrages beginnt das rechnerische Ende der Zugewinngemeinschaft der Ehepartner. Seit dem 1.9.2009 ist dieser Tag der Stichtag für die Berechnung des Endvermögens und für die Höhe der Ausgleichsforderung. Damit wurde die Möglichkeiten reduziert, im Zeitraum zwischen der Zustellung des Scheidungsantrages und dem rechtskräftigen Scheidungsurteil Vermögen beiseite zu schaffen oder zum Schaden des anderen zu mindern.

 

Geltendmachung von Alters-Vorsorgeunterhalt: Altersvorsorgeunterhalt bedeutet die zweckgebundene finanzielle Unterstützung die private Altersvorsorge. Das können z.B. private Renten- und Kapitalversicherungsverträge sein, um die finanzielle Absicherung im Alter zu fördern (§§ 1361 Abs.1, S.2 und § 1578 Abs.2 BGB).  

 

Ausschluss des gesetzlichen Erbrechts des Ehegatten: Gibt es kein Testament und verstirbt derjenige, der den Scheidungsantrag gestellt hat, so wird der überlebende Ehepartner so behandelt, als sei die Ehe bereits geschieden worden. Er hat lediglich einen Anspruch auf den Pflichtteil.

 



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