Sorgerechts-Entscheidung


Neuregelung des Sorgerechts für Väter nicht ehelicher Kinder
 

Väter nicht ehelicher Kinder können gem. aktuellem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Az. 420/09) auch gegen den Willen der Kindesmutter das Sorgerecht für gemeinsame Kinder beantragen. Dieses Urteil wird dafür sorgen, dass zahlreiche betroffene Väter das gemeinsame Sorgerecht einfordern werden. Das Urteil ermöglicht Vätern auch, nicht nur wie in der Vergangenheit in Ausnahmenfällen das alleinige Sorgerecht beim Familiengericht zu beantragen, wenn dies dem Wohl des Kindes entspricht.

 


 

Warum Väter nicht ehelicher Kinder bislang kein gemeinsames Sorgerecht gegen den Willen der Kindesmutter durchsetzen konnten

 

Ursprünglich ging der Gesetzgeber davon aus, dass sich die betroffenen Eltern im Interesse des Kindes für ein gemeinsames Sorgerecht entscheiden, ohne dass ein Familiengericht eingreifen muss. Wie Untersuchungen des Bundesjustizministeriums zeigen, hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt. Vielmehr nutzen Kindesmütter das Sorgerecht als Machtinstrument, um dem Kindesvater eins auszuwischen. Gemäß der Studien wurde dem Kindesvater oftmals kein gemeinsames Sorgerecht eingeräumt, damit dieser bei der Erziehung des Kindes so wenig wie möglich Mitspracherecht hat.

 


 

Was tun, wenn die Kindesmutter weiterhin das gemeinsame Sorgerecht verweigert

 

Väter nichtehelicher Kinder sollten beim zuständigen Familiengericht Klage auf Einräumung des gemeinsamen Sorgerechts einreichen. Die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts zur Durchsetzung des gemeinsamen Sorgerechts ist ratsam.

 



Wie ein Kindesvater das alleinige Sorgerecht beantragen kann
 

Hierbei erfolgt ein zweistufiges Prüfungsverfahren durch das Familiengericht. In diesem Verfahren wird zunächst geprüft, ob ein gemeinsames Sorgerecht begründet werden kann. Erst nach dieser Prüfung entscheidet das Gericht, ob das alleinige Sorgerecht für den Kindesvater in Frage kommt, wenn dies dem Kindeswohl am ehesten entspricht.
 


 

Wie das Sorgerecht zukünftig aussehen kann - Ein Ausblick
 

Bei der Neuregelung des Sorgerechts verfolgt die Bundesregierung zwei Ansätze:
 

Ein Modell geht davon aus, dass beide Eltern von Anfang an ein gemeinsames Sorgerecht haben. Der Kindesmutter wird das Recht eingeräumt, in begründeten Fällen Widerspruch gegen das gemeinsame Sorgerecht einzulegen. Ein Familiengericht muss dann über diesen Widerspruch entscheiden.
 

Bei dem anderen Ansatz hat die Kindesmutter zunächst das alleinige Sorgerecht. Der Kindesvater kann das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Die Kindesmutter kann diesem Antrag innerhalb einer Frist widersprechen. Wenn ein Kindesvater an der Einräumung des gemeinsamen Sorgerechts festhält, muss der Vater ein Familiengericht einschalten.

 



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