Was tun, wenn die Trennung ansteht

 

Jede Scheidung beginnt mit dem Entschluss, nicht mehr länger Tisch und Bett teilen zu wollen. Die Trennung folgt. Mit der Trennung wird ein wichtiges Zeichen gesetzt, dass auch für jeden sichtbar ist. Die Trennung leitet das Trennungsjahr ein, das Eheleute nutzen können, um die Scheidungsabsicht noch einmal zu überdenken. Spricht nichts für eine Fortsetzung der Ehe, ist es sinnvoll, alle relevanten Sachverhalte, also auch die finanziellen Aspekte der Ehe zu regeln. Um ausreichend Zeit für die richtige Scheidungsstrategie zu haben, wenden sich viele Eheleute frühzeitig an einen Anwalt. Aus der Praxis können wir bestätigen, dass nicht selten eine halbwegs streßfreie Scheidung vorbereitet werden kann, wenn ein umsichtiger Anwalt von Beginn an das Verfahren begleitet und Mandanten viele wichtige und nützliche Ratschläge geben kann.

Ein guter Anwalt ist die beste Vorbereitung auf das Scheidungsverfahren

Die Trennungszeit bietet in der Regel eine ausreichend lange Zeit, um die Weichen zu stellen. Anders kann es sich in strittigen Verfahren darstellen. Hier muss man als Jurist unterscheiden, ob es sich es sich im Verfahren darum handelt, dass sich die Eheleute nicht verständigen können und die gerichtliche Entscheidung suchen. Häufig ist der Grund für die gerichtliche Auseinandersetzung, dass es den Beteiligten leichter fällt, einen Richterspruch zu akzeptieren. Natürlich kann man so verfahren. Das  moderne Familienrecht sind hingegen nicht immer auf ein gerichtliches Urteil angewiesen, um ein ebenso hohes Maß ans Rechtssicherheit zu erlangen. Auf diese Möglichkeiten gehen wir ausführlich im Bereich Scheidungsfolgenvereinbarungen ein. 

Es gibt jedoch nicht wenige Verfahren, in denen sich jede Form außergerichtlicher Einigungsbemühungen von vornherein als aussichtslos darstellt. In diesen Verfahren setzt sich das berühmte Hauen und Stechen auch noch in der gerichtlichen Verhandlung fort. Hier gibt es zwei Ebenen, die emotionale Ebene, die nicht selten die Verletzungen aus der Ehezeit aufarbeiten muss und die juristische Ebene, die darüber entscheidet, wie groß oder weniger groß der wirtschaftliche Erfolg der juristischen Auseinandersetzung sein wird. Ausschließlich mit lautem Geschrei wurde noch nie eine Gerichtsverhandlung gewonnen.

Zuerst muss man jedoch klären, was gewinnen in einem Scheidungsverfahren eigentlich heißt.  Hier gehen Sichtweisen von Mandanten gelegentlich sehr auseinander. Für manche ist es schon ein Verlust, wenn der andere Ehepartner überhaupt etwas von dem bekommt, was diesem eigentlich rechtlich zustehen müsste. Das sind die eher schwierigen Fälle, da hier vom Anwalt Unmögliches erwartet wird. Wer hingegen mit Augenmaß und etwas Realitätssinn ein Verfahren vorbereitet, weiß, dass ein guter Anwalt das Ergebnis in eine gewünschte Richtung bewegen kann. Zusammenfassend kann man jetzt sagen: Gewinnen bedeutet, ein Ergebnis zu seinem Gunsten zu bekommen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. In einem strittigen Verfahren bedeutet gewinnen nicht Verzicht, sondern abgeben zu müssen, was unbedingt nötig ist. Das gelingt in diesen Verfahren besonders gut, wenn die Gegenseite nicht vorbereitet ist, der Anwalt schwach, uninteressiert oder unerfahren ist.

Wir sind an dieser Stelle nicht auf die verschiedenen Verfahrensarten eingegangen, um Ihnen Angst zu machen, sondern um Sie auf das Problem der Wahl des richtigen Anwalts aufmerksam zu machen. Wer gut beraten wird, stellt auch bereits in der Trennungsphase die richtigen Weichen. Ist genug Zeit, können auch Alternativen zur teuren gerichtlichen Auseinandersetzung gefunden werden. Es ist immer auch eine Abwägungsfrage, ob wir Mandanten zu einer einvernehmlichen Regelung raten können. Wir können unseren Mandanten nur Wege zur außergerichtlichen Lösung aufzeigen, wenn diese nicht mit einem Nachteil für unsere Mandanten verbunden sind.

Wichtig zu wissen: Es gibt viele Anwälte, die ausschließlich die außergerichtliche Einigung suchen. Das ist für Mandanten nicht der richtige Weg, da es wichtig ist, bei fehlender Einigungsbereitschaft oder zu erwartenden Nachteilen sein Recht in der gerichtlichen Auseinandersetzung durchzusetzen. Es hilft Mandanten nicht, wenn dem Anwalt in der gerichtlichen Auseinandersetzung die Konfrontationsfähigkeit und die Entschlossenheit fehlt oder dem Anwalt fachlich die Luft ausgeht. Besonders bei vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen kommt es sehr auf die Erfahrung des Anwalts an.
 



☰ Direktmenü

 

 


Pressekontakt :: Terminvertretungen :: Datenschutz :: AGB :: Kontakt :: Impressum :: Sitemap      © system by signetix
 
Beratung zur Scheidung index Scheidungsantrag jetzt stellen Beratung per E-Mail