Was tun bei Berechnungsfehlern

 

Auch viele ältere Unterhaltstitel sind fehlerhaft

Es gehört in Deutschland leider zum Alltag, dass die Höhe vieler Unterhaltstitel nicht korrekt berechnet wurde. Hierbei gibt es sowohl deutliche Abweichungen nach oben als auch nach unten. Diese Falschberechnungen haben verschiedene Ursachen. Als Spezialkanzlei für Scheidungs- und Unterhaltsrecht müssen wir leider sagen, dass Unterhaltsberechnungen auch von Anwälten angeboten werden, die sich mit dieser besonderen Materie überhaupt nicht auskennen. Den Schaden tragen die Mandanten, entweder durch zu hohe Zahlungen oder auch Unterhaltsempfänger, die sich aufgrund der Unkenntnis besagter Anwälte mit deutlich weniger begnügen müssen, als den Empfängern eigentlich zustehen würde.

Ein Beispiel aus dem nachehelichen Unterhalt: Nach altem Recht, das bis 2009 galt, waren Unterhaltsleistungen im Geschiedenenunterhalt meist länger zu zahlen als nach neuem Recht. Als das Recht eingeführt wurde, sorgte dies für eine vorübergehende Unsicherheit nicht nur bei den um Unterhalt streitenden Parteien, sondern auch bei den beteiligten Anwälten und nicht zuletzt auch bei den Gerichten. Alle warteten ab, bis das neu eingeführte Gesetz mit Urteilen verschiedener Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof untermauert war. Heute gibt eine ganze Reihe von Urteilen, die nunmehr das Gesetz mit Leben erfüllen. Doch viele Anwälte, besonders diese, die nur alle Jubeljahre einmal eine Unterhaltsberechnung durchführen, haben die Ausurteilung der Fälle nicht mitbekommen und sind nicht auf dem jeweils neuesten Stand.

 

Doch Reform hin oder her, die meisten und leider auch die teuersten Fehler passieren leider in den Bereichen, die von der Reform kaum betroffen waren. Es ist in der Sache richtig, dass vor allem Einkommen zur Berechnung des Unterhalts herangezogen werden, doch die Frage, was zum Einkommen hinzuzurechnen ist, wird oft nicht bedacht. Beinahe sträflich wird hierbei von einigen Anwälten das Zusammenspiel von Vermögenswerten, besonders bei Anrechnung von Wohnwertvorteilen oder bei Tilgungen von Bankdarlehn oder sonstigen ehegedingten Verbindlichkeiten vernachlässigt. Diese Anwälte verschließen die Augen vor der Tatsache, dass ihre eigenen Mandanten hierbei einen massiven Schaden erleiden, machen sich damit schadenersatzpflichtig und das ist auch gut so. Es ist für einen Mandanten wenig tröstlich, wenn Monat für Monat Zahlungen in falscher Höhe erfolgen. Zur Veranschaulichung: Wer über einen Zeitraum von 5 Jahren jeden Monat 300 Euro zu viel bezahlt, hat in dieser Zeit bereits eine Summe von 18.000 Euro bezahlt – ein teures und vor allem vermeidbares „Vergnügen“ und ein klarer Fall von Schadenersatz des Anwaltes, der die fehlerhafte Berechnung durchgeführt hat.

Nach vielen Berufsjahren sind wir umso mehr der Meinung, dass nur der Anwalt, der etwas davon versteht, eine Unterhaltsberechnung sowie die anschließende Durchsetzung oder ggfls. auch die Abwehr überhöhter Forderungen anbieten sollte. Übrigens können fehlerhafte Unterhaltsberechnungen zu Schadenersatz gegen den Anwalt führen und das ist auch gut so, denn nur so erhalten Mandanten eine Wiedergutmachung des Schadens.

Was tun bei fehlerhaften Unterhaltstiteln

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Unterhaltsberechnung oder Ihr Unterhaltstitel auch heute noch korrekt ist, führen wir gerne eine Überprüfung nach dem heute gültigen Rechtsstandards durch. Stellt sich dabei heraus, dass die Höhe nicht korrekt ist, machen wir Ihre Ansprüche umgehend geltend, sodass Sie kein Geld verlieren. In zahlreichen Verfahren haben wir in der Vergangenheit bereits viel Geld für unsere Mandanten erstritten. Ein erheblicher Anteil entfiel dabei auf den Bereich des Unterhalts. Auch die erfolgreiche Abwehr überzogener Unterhaltsforderungen kann für Mandanten zu enormen Einsparungen führen.
 


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