Übernahme der Immobilie durch einen Ehepartner

 

Nicht selten will ein Ehepartner in der gemeinsamen Immobilie bleiben. In diesen Fälle muss eine Lösung gefunden werden, auf welche Weise der andere Ehepartner ausgezahlt werden kann und wie diese Summe aufgebracht werden kann.

 

Tipp: Rechnen Sie zuerst durch, ob Sie die Immobilie allein halten können. Hierbei sollten Sie nicht nur die aktuellen Belastungen prüfen, sondern auch einen finanziellen Puffer einplanen, da in einigen Bereichen die Preise auch in den kommenden Jahren weiter steigen können. Denken Sie nur allein an die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, die für jeden Hausbesitzer besonders wichtig sind.

 

 

Im Folgenden stellen wir einige Möglichkeiten vor, wie die Übernahme des Eigentumsanteils gelingen könnte:

 

I. Umschuldungskredit über die Bank

 

Sind beide Ehepartner als Darlehnsnehmer gegenüber der Bank verpflichet, kommt eine Umschuldung in Frage. Zunächst muss sich die Bank bei bereits bestehenden Darlehn damit einverstanden erklären, dass sie künftig statt zwei nur noch einen Darlehensschuldner hat, der den aufgenommenen Kredit für das Haus oder die Eigentumswohnung insgesamt zurück zahlt. Die Verhandlungen werden um so erfolgreicher sein, je mehr die bisherige Tilgung des Immobilienkredites vorangekommen ist.

 

Als zusätzlich hilfreich könnte sich erweisen, wenn das aktuelle und zu erwartende Einkommen des Erwerbers eine reibungsfreie Darlehnstilgung erwarten lässt. Dagegen dürfte es beinahe aussichtslos sein, wenn der potentielle Erwerber über ein geringes Einkommen verfügt oder momentan arbeitssuchend ist.

 

II. Finanzierungskauf über die Bank

 

Nicht unüblich ist es, dass der erwerbende Ehepartner einen Kredit bei einer Bank aufnimmt, um den anderen Ehepartner auszuzahlen. Hierbei wird die Bank die Immobilie als Sicherheit haben wollen.

 



III. Alternative Lösungsansätze in der Praxis
 
Um den Kauf der anderen Eigentumshälfte doch zu ermöglichen, gibt es in den Scheidungsverfahren mehrere Ansätze, die zum Teil auch in Kombination angewandt werden, je nachdem, wie sich die wirtschaftlichen Verhältnisse und die daraus resultierenden Ansprüche zueinander und zum geforderten Kaufpreis verhalten.
 
Variante 1: Unterhaltsverzicht
 
Der die Immobilie übernehmende Ehepartner verzichtet auf den nachehelichen Ehegattenunterhalt und bekommt stattdessen als einmalige Kompensationszahlung in Form einer Unterhaltsabfindung.
 
Diese wird jedoch  nicht ausgezahlt, sondern mit dem Kaufpreis für den Miteigentumsanteil des anderen Ehepartners verrechnet.
 
Variante 2: Verrechnung mit Zugewinn
 
Sofern dem übernehmenden Ehepartner Ansprüche aus dem Zugewinn zustehen, können diese mit dem Kaufpreis für die Immobilie verrechnet werden. Je nach Höhe des Zugewinnausgleichs bleibt dann lediglich eine kleine oder sogar keine Restkaufpreisschuld übrig, die zu bezahlen ist.
 
Variante 3: Verzicht auf Versorgungsausgleich
 
Ähnlich verhält es sich, wenn dem übernehmenden Ehepartner Ansprüche gegen den anderen aus dem Versorgungsausgleich zustehen. Zu beachten ist hier, dass ein solcher Verzicht durch ein Gericht genehmigt werden muss.
 
Eine Verzichtserklärung in einem Gerichtsverfahren kann nur durch Anwälte erklärt werden, d.h. beide Seiten müssen anwaltlich vertreten sein.
 
Variante 4: Stundung des Kaufpreises
 
Beide Eheleute einigen sich auf einen Kaufpreis für den Kauf der anderen Eigentumshälfte. Zugleich verpflichtet sich der Verkäufer, die fällige Kaufpreisforderung für einen bestimmten Zeitraum nicht einzufordern (sog. Stundung). Wie lange der Verkäufer darauf verzichtet, hängt im Einzelfall von dem Preis oder den Konditionen für diese Stundung ab.
 
Übliche Gegenleistungen für eine Stundung des Kaufpreises:


• Zeitliche Befristung des Ehegattenunterhalts
 
• Die Begrenzung in der Höhe des Ehegattenunterhaltes
 
• Teilverzicht auf Ehegattenunterhalt
 

Bitte beachten Sie: Als Elternteil können Sie nicht auf Kindesunterhalt verzichten, da nicht Sie selbst, sondern Ihr Kind Anspruchsinhaber des Kindesunterhalts ist.

 

Auch der Trennungsunterhalt kann nicht verrechnet werden, da die Verrechnung rechtswidrig wäre.

 

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