Bewertung des Unternehmens

 

Unternehmenswertermittlung für den Zugewinnausgleich

 

Die Wertsteigerung, die ein Unternehmen während der Ehezeit zu verzeichnen hat, unterliegt ebenfalls dem Zugewinn, es sei denn, dass durch einen Ehevertrag, durch eine Trennungs- oder Scheidungsfolgenvereinbarung etwas anderes vereinbart hat. Das bedeutet, dass dem Ehepartner im Scheidungsfalle die Hälfte der Wertsteigerung des Unternehmens zugesprochen wird, ganz gleich, ob dieser aktiv am Aufbau des Unternehmens mitgewirkt hat oder nicht.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen wurde im 3. Jahr der Ehe gegründet und hat heute einen Wert von 200.000 Euro. Da die gesamte Wertsteigerung innerhalb der Ehezeit stattfand, hat der andere Ehepartner einen Anspruch auf 100.000 Euro.

Der im Beispiel angesetzte Unternehmenswert ist gar nicht mal so selten. Bereits kleinere Architekturbüros, Steuerberaterkanzleien, Apotheken, Unternehmen aus dem Handel oder der Dienstleistung sowie andere zahlreiche kleinere Unternehmen quer durch alle Branchen erreichen diesen Wert mühelos.

Jetzt könnte man annehmen, dass ein Gericht dem anderen Ehepartner die Hälfte des Unternehmens (siehe o.g. Beispiel) zuspricht, der andere Ehepartner damit praktisch Unternehmer wird. Das ist nicht so. Der Anspruch ist auf den Zahlungsanspruch beschränkt. Es besteht allerdings die Möglichkeit, den Anspruch auf Zahlung durchzusetzen und damit den einen oder anderen Unternehmer ziemlich in die Enge zu treiben. Wer hat schon für diesen Fall vorgesorgt und die Auszahlungssumme vorrätig?

Wie viel ist die Hälfte eines Unternehmens?

Dass der Unternehmer den Wert seines Unternehmens kennt oder anhand vorliegender Zahlen relativ schnell ermitteln könnte, ist klar. Jedoch gibt es hier einiges zu beachten. Es ist ein Unterschied, ob der Unternehmenswert festgestellt wird, weil das Unternehmen auf dem freien Markt verkauft werden soll oder ob die Berechnung im Rahmen des Zugewinnausgleich bei einer Scheidung benötigt wird. Wer die falsche Methode anwendet, kann richtig danebenliegen und schwächt seine Verhandlungsposition.

Wer eine gute Lösung will, muss sich gut vorbereiten

Aus Erfahrung wissen wir, dass es oftmals nicht von Anfang an eine Lösung gibt. Ein Unternehmer ist bestrebt, sein Unternehmen zu erhalten und das weiß auch sein Ehepartner.

Unser Rat für Unternehmer: Achten Sie bei der Ausarbeitung einer Lösung darauf, dem anderen nicht das Gefühl zu geben, übervorteilt zu werden. Der rechtliche Anspruch auf Zugewinnausgleich kann nicht ohne weiteres ausgehebelt werden. Wer die offene Schlacht dem Verhandlungsergebnis vorzieht, wird aller Voraussicht nach auf die Nase fallen, weil der gerichtliche Zugewinnausgleich viel Kraft und Geld verschlingt und die rechtlichen Voraussetzungen für den Zugewinnausgleich klar definiert sind. Sie riskieren den Fortbestand Ihrer Firma.

Unser Rat für Ehepartner von Unternehmern: Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Unternehmenswert. Auch wenn Ihr Unternehmergatte nicht erfreut ist, sein Vermögen offenlegen zu müssen, Sie haben einen gesetzlichen Auskunftsanspruch, wenn Sie diesen Anspruch wahrnehmen müssen, dann nur, weil Ihr Ehepartner nicht mit offenen Karten spielt. Liegen die Zahlen auf dem Tisch, können Sie viel besser verhandeln.

Übrigens haben wir in einer ganzen Reihe von Verfahren unsere Mandanten betreut, ohne gegenüber dem Ehepartner offen in Erscheinung getreten zu sein und unsere Mandanten auf die Gespräche über die Vermögensregelung bestens vorbereitet. Das hat viel Ruhe in die Verhandlungen gebraucht. Die Ergebnisse waren in fast allen Fällen so, wie wir es vorausgesagt und -geplant hatten. In allen Fällen konnten wir eine Lösung erreichen, mit der alle Seiten umgehen konnten.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie den Wert eines Unternehmens ermitteln wollen, wenn Sie gerichtliche Unterstützung benötigen, eine einvernehmliche Regelung anstreben oder sich auf die Gespräche mit Ihrem Ehepartner vorbereiten wollen. Wir haben in der Vergangenheit bereits zahlreichen Mandanten mit diesen Anliegen weiter helfen können.




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