Was beim Scheidungsantrag zu beachten ist

 

Der Scheidungsantrag läutet den Beginn eines Scheidungsverfahren  ein. Damit beginnt das offizielle Ende einer Ehe. Es gibt eine Besonderheit in diesen Verfahren. Jeder, der einen Scheidungsantrag stellen will, muss das über einen Rechtsanwalt machen. Anderenfalls wird dieser Antrag bei Gericht nicht bearbeitet.

 

Diese Vorschrift gilt für uneingeschränkt für jeden. Sogar ein Rechtsanwalt könnte nicht seinen eigenen Scheidungsantrag stellen, sondern benötigt hier ebenfalls einen Anwalt.

 

Der Gesetzgeber schreibt den Anwaltszwang vor, um allen die gleichen Chancen im Verfahren zu ermöglichen. Aber bereits hier fangen für einige Mandanten die Probleme an: Anwalt ist nicht gleich Anwalt. Es gibt große Unterschiede in der Ausrichtung und in der Qualifizierung von Anwälten. Es gibt in Deutschland allein über 40 Rechtsgebiete, in denen sich Anwälte spezialisieren können.

 

Doch auch innerhalb des Familienrechts gibt es ein großes Gefälle. Sie werden in diesem Fachgebiet sowohl Anwälte finden, die gerade mal einen Scheidungsantrag fristgemäß einreichen können und andere, die hochspezialisiert und nicht selten sehr teuer sind. Die Stundensätze können hier bis weit über 500 Euro ansteigen; ein Grund mehr für Sie, die folgenden Seiten aufmerksam zu lesen, um gut informiert in Ihr Scheidungsverfahren zu gehen.

Zunächst muss man feststellen, dass der eigentliche Scheidungsantrag zwar große Auswirkungen auf die Betroffenen hat, aus juristischer Sicht so einfach zu erstellen ist, dass viele hierfür die elektronische Übermittlung nutzen. Um Ihnen die Angst vor der modernen Technik zu nehmen, erläutern wir Ihnen gerne das Verfahren bei einer einfachen Scheidung und im Vergleich hierzu die Möglichkeiten bei etwas aufwendigeren Verfahren, bei denen die Scheidungsfolgesachen, zu denen u.a. die Fragen des Unterhalts, aber auch des Zugewinnausgleichs oder des Versorgungsausgleichs zählen.

Elektronische Übermittlung der Scheidungsdaten bei einer einfachen Scheidung

Das Ziel eines einfachen Scheidungsverfahrens ist, dass die Eheleute ohne großen Aufwand geschieden werden wollen und das meist sogar in sehr kurzer Zeit. Hierbei wird fast immer auch der Versorgungsausgleich durchgeführt. Versorgungsausgleich durchführen klingt zunächst einmal kompliziert, bedeutet aber für die Betroffenen kaum Aufwand. Das Familiengericht fragt direkt bei den Rentenkassen an und erhält die Berechnungen dann direkt von den Rentenkassen. Wer wie viel abgeben muss oder erhält, richtet sich nach den während der Ehezeit auf die jeweiligen Rentenkonten eingezahlten Beiträge. Die Ergebnisse der Berechnungen werden kurz vor Ende eines Verfahrens den zu dieser Zeit noch verheirateten Eheleuten mitgeteilt.

 

Die elektronische Übermittlung der Scheidungsdaten  ermöglicht ein Gerichtsverfahren mit nur einem einzigen Termin für die Eheleute, die lediglich einmal zum Gerichtstermin der eigentlichen Scheidung persönlich erscheinen müssen. Entstehende Fragen werden telefonisch oder per E-Mail besprochen. Zusätzlich erhält ein Mandant bei uns viele nützliche Hinweise, um gut gewappnet in das Scheidungsverfahren zu gehen.

Telefonische Übermittlung der Scheidungsdaten

Wer diese Daten nicht auf elektronischem Weg übermitteln will, hat die Möglichkeit, uns anzurufen und die Daten telefonisch zu übermitteln. Hierbei können in einer Gesprächssituation auch offene Fragen besprochen werden, die dem Anwalt die schnelle Einarbeitung in das Verfahren ermöglichen. Jetzt kommen wir zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Arbeit. Bevor ein Scheidungsantrag an das Gericht weitergeleitet wird, sind meist alle offenen Fragen besprochen oder bereits in der Klärung. Ein Mandant hat bei uns stets alle Informationen und ist auch über alle anfallenden Kosten informiert. Welche Kanzlei kann das schon von sich sagen?

Scheidungsantrag bei Scheidung mit Folgesachen

Wie ein Scheidungsverfahren bei uns abläuft, haben wir soeben erläutert. Wenden wir uns jetzt Scheidungsverfahren zu, bei denen neben der eigentliche Scheidung weiteren Regelungsbedarf gibt. Wie ein Scheidungsverfahren abläuft, bestimmt zum einen die jeweilige finanzielle oder persönliche Situation des Ehepaares und zum anderen die Frage, wie die Eheleute diese Regelungen vornehmen wollen. Das Spektrum ist sehr breit und reicht von der einvernehmlichen Regelung der Fragen des Unterhalts, der Aufteilung der Vermögenswerte oder den weiteren Umgang mit den Kindern bis hin zur erbitterten Auseinandersetzung über die genannten Themen.

 

Statistisch ist das Verhältnis strittiger Scheidungen zu einvernehmlichen Scheidungen 1 zu 3, wobei das Verhältnis sich der Anteil einvernehmlicher Scheidung eher weiter erhöht. Ein Grund dafür liegt darin, dass sich das Wissen durchgesetzt hat, dass die anstehenden Regelungen nicht immer auf dem Gerichtsweg getroffen werden müssen, sondern rechtssichere Vereinbarungen, bei denen keiner der Eheleute über den Tisch gezogen wird, auch deutlich preiswerter auf außergerichtlichem Wege erreicht werden können (wenn Sie wissen wollen, wie viel Sie bei der einvernehmlichen außergerichtlichen Regelung sparen können, sehen Sie sich doch einmal unsere attraktiven Angebot zur Regelung der Folgesachen an).

Besteht die Möglichkeit, die Scheidungsfolgesachen zwischen den Eheleuten außergerichtlich zu regeln, ist auch hier der Weg frei für eine einfache Scheidung, die notwendigen gerichtlichen Schritte reduzieren sich somit auf das Notwendigste. Gibt es Bereiche, über die sich die Eheleute nicht einigen können, müssen diese gerichtlich geklärt werden. Der Scheidungsantrag wird dann in Absprache mit dem Mandanten um die jeweiligen ungeklärten Bereiche ergänzt.

 

Auch hier gilt bei uns volle Kostentransparenz von Anfang an. Viele unserer Scheidungsverfahren führen wir zu den geringsten gesetzlich zulässigen Gebühren durch. Sollte wir einmal mit der gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren nicht auskommen, besprechen wir das im Vorfeld mit unseren Mandanten und räumen so die Sorge vor hohen Rechnungen, wie sie üblicherweise bei Anwälten besteht, von Anfang an aus.

Scheidungsantrag bei Wohnsitz im Ausland

Wir führen für Mandanten, die einen Wohnsitz im Ausland haben, nicht nur am internationalen Familiengericht, das sich in unmittelbarer Nähe zu unserer Kanzlei befindet durch, sondern an jedem Familiengericht in Deutschland. Hierbei entstehen unseren Mandanten keine Mehr- oder Reisekosten. Auch ist es bislang nicht erforderlich gewesen, dass unsere Mandanten extra nach Deutschland reisen mussten, nur um das Scheidungsverfahren wahrzunehmen. Wir hatten in all den in den zurückliegenden Jahren in keinem einzigen Fall, in denen das Gericht eine persönliche Anreise für erforderlich hielt. Alle Verfahren waren gut vorbereitet, so dass das Gericht hierzu keine Notwendigkeit sah. Die Scheidungsdaten erreichten uns meist auf elektronischem Wege. In Absprache mit unseren Mandante haben wir dann alles Weitere in die Wege geleitet.

 

Das internationale Familienrecht ist seit Jahren einer unserer Schwerpunkte. Alle unsere Mandanten werden bestens betreut, obgleich die Distanz zwischen uns und unseren Mandanten nicht selten einige tausend Kilometer beträgt. Die Abrechnung erfolgt auf der Grundlage der staatlichen Gebührenordnung, teure Honorarvereinbarungen gibt es bei uns auch im internationalen Familienrecht nicht.
 



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